Samstag, 18. Juli 2015

Cremiges Aprikosen Pie Eis

Immer, wenn die Temperaturen auf dem Thermometer bei uns über die 35°C Marke klettern (In der Pfalz kann das schon mal passieren) bekomme ich Lust, in unsere Tiefkühltruhe einzuziehen und alles zu mampfen, was ich dort in Reichweite finde.

Entgegen der landläufigen Auffassung, dass man weniger essen kann, wenn es heiß ist, bekomme ich dann nämlich erst richtig Hunger. 



Dementsprechend gibt es große Mengen gefrostetes Obst, Smoothies, geeiste Kaffees und – meine große Liebe unter den gekühlten Nahrungsmitteln – Eiscreme. In die kann man nämlich theoretisch alles verwurschteln, das vorher noch warm war und es damit zur Erfrischung machen. Hehe, Hitzewelle ausgetrickst. 

Außerdem ist mir vor ein paar Wochen erst wieder aufgefallen, dass es hier zu wenig Eisrezepte gibt. Kann ja nicht angehen! Also wirklich!

Leiderleider muss ich zugeben, dass die Eisproduktion als solche und ich noch nie besonders dicke Freunde waren.
Ofen + Ich = Big Love; Eismaschine + Ich = Alles eingewutzt, Mimi isst halbgefrorene (aber leckere) Pampe mit dicken Eiskristallen drauf. 


Dann  habe ich auf einem meiner allerliebsten Lieblingsblogs Minimalist Baker ein Rezept entdeckt, das ich euch beim besten Willen nicht vorenthalten konnte. Also habe ich es gewagt und es ein bisschen Mimi-isiert. Und es war nebenbei ein Ofen involviert, es konnte also eigentlich nichts schief gehen.

Und was soll ich sagen, tatsächlich – es hat funktioniert! Perfekt cremiges, zartschmelzendes und dazu noch bombastisch leckeres Eis. Aus meinem eigenen Gefrierschrank. Ich kann es selbst noch nicht wirklich glauben.


May I introduce: …. Aprikosen Pie Eiscreme! 


Nein, ihr habt euch nicht verlesen, da ist wirklich Aprikosen Pie drin. Ein Träumchen, oder?
Und ich verspreche, der Aufwand lohnt sich. Das Zeug macht süchtig. Und eventuelle Pie Reste können nebenbei auch noch weggenascht werden (der Pie alleine lohnt sich schon!).

Ich muss dann auch weg, die Eismaschine wieder anwerfen… ;-)



*** Inspiriert durch die Cherry Pie IceCream von Minimalist Baker ***



Zutaten:

Creme:
1 ¾ Cup über Nacht eingeweichte Cashews
1 Dose Kokosmilch ( = 400 ml)
¼ Cup Zucker
¼ Cup Agavensirup
4 EL Kokosöl, flüssig
¼ TL gemahlene Vanille
½ TL Salz

Pie Boden:
1 ½ Cup Mehl (550)
5 EL Zucker
½ TL Salz
100 g Margarine
Ca. 3 EL Wasser oder Pflanzenmilch

Pie Füllung:
600 g entsteinte und klein geschnittene Aprikosen
1/3 Cup Zucker
50 ml Wasser


Außerdem: Eine einsatzbereite Eismaschine


Alle Cremezutaten in den Blender werfen und fein pürieren. Das Ganze für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen.

Für die Pie Füllung alle Zutaten in ein Töpfchen geben und für 10 – 15 Minuten unter Rühren köcheln lassen, bis sich die Aprikosen größtenteils verflüssigt haben.

Den Ofen auf 175°C (Umluft) vorheizen.

Zwischenzeitlich den Pie Boden vorbereiten. Aus Mehl, Zucker, Salz und Margarine mit den Knethaken der Küchenmaschine einen schön bröseligen Mürbeteig herstellen. Wasser oder Milch dazugeben und kneten, bis ein formbarer (aber mürber!) Teig entstanden ist.
Diesen auf der bemehlten Arbeitsfläche pieformgroß ausrollen und in ebendiese verfrachten (vorher fetten und mehlen, bitte).
Die Füllung auf den Boden geben, glattstreichen und gute 40 Minuten backen, bis der Pie knusprig ist.

Auskühlen lassen.

Nun die Cremebasis in die Eismaschine füllen, ca. ¼ Pie in kleinen Stückchen dazu bröseln und frosten lassen, bis ein schön cremiges Eis entstanden ist.
Ganz zum Schluss mehr Pie dazu krümeln – so viel, wie ihr möchtet (ich mochte viel, ihr könnt aber natürlich ein wenig davon aufheben, um es später über dem Eis zu verteilen). Kurz unterschwurbeln lassen.

Das Eis aus der Eismaschine befreien, in eine Form füllen und in den Tiefkühler stellen, bis es eine für euch essbereite Konsistenz angenommen hat. Gnadenlos wegnaschen.

Freitag, 26. Juni 2015

I want it all! - Torte [Gastbeitrag bei Sweet Pie]

Gestern durfte ich auf dem wunderhübschen und appetitanregenden (Nomnom) Blog Sweet Pie zu Gast sein - vielen Dank dafür, liebe Nadine! :)

Was es gab?

Da ich heute Geburtstag habe, habe ich beschlossen, mir vorab schonmal meine eigene Geburtstagstorte zu backen. Ihr dürft natürlich auch ein Stück haben, weil ich nämlich eine fürchterlich großzügige Mimi bin. ;)

Und weil ich dafür bekannt bin, mich hinsichtlich Torten nicht entscheiden zu können, gibt es heute für euch einfach alle Torten in einer Torte (zumindest was Schoki angeht und das ist ja das Wichtigste). Wie der Name schon sagt – I want it all, I want it now. (Kleines Bonbon *klick* *summ* )

Das Rezept findet ihr hier - *klick* 







Sonntag, 24. Mai 2015

Saftiger Erdbeer Käsekuchen mit Schokoboden

… so langsam wurde es mal wieder Zeit für einen echten Käsekuchen. Finde ich zumindest. So ein richtiger schmatziger, saftiger Käsekuchen, der auf der Zunge zergeht und Lust auf meeeeeehr macht.
Und weil es gerade saisonmäßig schön passt (wenn auch leider noch nicht in unserem Garten) mit ordentlich Erdbeere. Und Schoki, weil Schoki einfach immer geht!

Und? Wer von euch hat jetzt auch Lust auf knusprig-mürben Schokoboden, belegt mit reifen und süßen Erdbeerstückchen, besagter zartschmelzender Käsekuchenmasse (verfeinert mit Erdbeerpüree) und das Ganze getoppt mit noch mehr Erdbeere?

Sag ich doch. :-)

(Als kleines Feiertags-Extra gibt's gaaanz unten übrigens mal wieder ein Kätzchenbild von Ted, den die ganze Aktion sichtlich erschöpft hat, hehe.)




Zutaten (für eine Springform mit etwa 22 cm):

Boden:
300 g Mehl
100 g Kakao
1 Pkg Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
100 g Zucker
200 g weiche Margarine

Füllung:
Ca. 250 g Erdbeeren, gewaschen und halbiert
1000 g Sojajoghurt, über Nacht im mit Küchenpapier ausgelegten Sieb abgetropft
300 g fester Naturtofu, möglichst fein püriert
250 g Margarine, flüssig und etwas abgekühlt
Ca. 60 ml Zitronensaft
200 ml pürierte Erdbeeren
140 g Zucker
1 Pkg Vanillepuddingpulver
70 g Speisestärke

Topping:
Etwa 100 ml pürierte Erdbeeren + einige ganze Erdbeeren für die Deko


Den Boden der Springform mit Backpapier bespannen, den Rest fetten und anmehlen.
Backofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Mehl, Kakao, Backpulver und Salz sieben.
Aus allen Zutaten für den Boden einen festen Teig kneten – das dauert ein bisschen. Also keine Sorge, wenn das nicht gleich zum Teigklumpen wird.
Das Ganze standesgemäß in die Springform pappen (ich fange dabei mit dem Rand an) und diese im Kühlschrank parken.

Sojajoghurt, Tofu, Margarine, Zitronensaft, pürierte Erdbeeren, Zucker, Puddingpulver und Stärke schön ordentlich mischen. Das funktioniert bestens mit dem Schneebesen.

Den Kuchenboden mit den halbierten Erdbeeren belegen, die Füllung darauf geben und glatt streichen.

Den Kuchen für ca. 1 Stunde und 15 – 20 Minuten im Ofen verschwinden lassen. Gegen Ende die Stäbchenprobe machen und – falls er zu dunkel wird – mit einem gefalteten Stück Backpapier abdecken.

Aus dem Ofen holen und abkühlen lassen. Über Nacht im Kühlschrank verstauen, damit die Masse schön fest werden kann.

Vor dem Servieren mit den restlichen Erdbeerpüree übergießen und mit frischen Erdbeeren dekorieren. Einmal durchschmatzen.




enorm erschöpfter Ted